Gis und Sternstein

WiMa.gif (23848 Byte) by Cornelia Hirschmann

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Linz (259) - Lichtenberg - Gis (927) - Untergeng - Lobenstein - Oberneukirchen (774) - Unterwaldschlag - Waldschenke (950) - Sternstein (1122) - Bad Leonfelden (750) - Glashütten - Hellmonsödt - Oberbairing - Linz

77 km, 1900 hm, 4:59

Warum immer nur auf die Gis oder allerhöchstens den Nordkammwanderweg? Warum nicht einmal von Linz aus eine Mega-Tour ins Mühlviertel?
Linz ist von weiten Teilen Oberösterreichs mit der Bahn ja bestens erreichbar und seit a) fast jeder Zug in Österreich Fahrräder transportiert und b) dieser Transport ganze 80 Cent kostet, hat Linz gute Chancen neben Landeshauptstadt auch Bikehauptstadt zu werden. Die Anreise kann also problemlos, stressfrei und umweltschonend stattfinden ...

Starten wir mit unserer geistigen Runde gleich mit der Hausstrecke aller Linzer Biker: der Gis! Es führen ja bestimmt an die 20 Streckenvarianten zur Gisela Warte, aber mein persönlicher Lieblingsweg geht eindeutig über den Gründberghof und den WW 140: schon der Beginn ist "challenging", man bewegt sich die meiste Zeit auf unbefestigten Wanderwegen und der Schluss (nach der letzten Kehre der Straße) ist mit den Schlüsselstellen "Wurzelweg" und "Kriterium" ebenfalls eine Herausforderung, wo man sich knapp an der Grenze des Fahrbaren bewegt und wirklich jubeln darf, wenn man es ohne Fuß am Boden geschafft hat.

Nach etwa 45' Auffahrt (knapp an meiner Bestzeit: was ist deine? Mail me!) verlassen wir die ausgetretenen Pfade und fahren auf dem WW 140 / 109 weiter nach Norden: und - oh Wunder - warum haben wir das noch nie mitgenommen? Alles bestens markierte Pfade, Asphalt wirklich nur zum Überqueren und bis Untergeng erst einmal ein wunderschöner Downhill.

Dann ein paar kurze Asphalt-Passagen und schon wieder geht's ab in die Büsche: rauf zur Burgruine Lobenstein und dann wieder runter nach Oberneukirchen. Dort ist ein wenig Vorsicht angesagt: zu leicht verliert man hier den WW 109 - am besten den Dorfplatz entlang rollen und die Einfahrt nach Norden suchen!

Ab "Oberneu" ist der Weg wie das Leben - mal ein wenig rauf und mal ein wenig runter: beim Biken geht das aber ganz schön auf die Kondi! Mir zumindest ist ein ordentlicher Anstieg lieber - da kann man den "Tempomat" einstellen und treten, bis die Schenkerl qualmen! Auf alle Fälle landet man einige Kilometer später bei der sog. Waldschenke und kann ab dort - auf dem WW 105, den Nordkammwanderweg übrigens - die letzten 300 ziemlich steilen Höhenmeter auf den Sternstein angehen. Als Abfahrt ein besonderes Zuckerl: Skipisten sind ja immer etwas ganz besonderes - nicht nur im Winter: auch im Sommer mit dem Bike ein wirklicher Spaß!

Nach gut der Hälfte der Strecke und etwa 2/3 der Höhenmeter hat man sich eine Pause verdient und kann beim "besten Lebzelter des Mühlviertels", der Konditorei Kastner, Bad Leonfelden eine kurze Rast einlegen, bevor man sich den WW 160 sucht (und diesen bis Linz nicht mehr verlässt).

Wer gedacht hat, dass es ab jetzt nur mehr "nach unten" geht, der hat die Süd-Richtung auf der Karte mit dem Höhenprofil der Tour verwechselt: bis Hellmonsödt fährt man zwar durch die schönste Gegend, wird aber durch beständige "Ups and Downs" ganz schön gefordert ... ich war zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall schon ziemlich angepeckt und hab nur mehr aus Vorfreude auf Bekanntes meine Reserven mobilisiert!

Ab Hellmonsödt dann Spaß pur: für mich DER Downhill der Gegend überhaupt, der wirklich keine Wünsche offen lässt und fast 600 Höhenmeter Hi-Speed bedeutet. Aber Vorsicht: so gut alle Wege bis hierher beschildert und markiert sind, so schlecht schaut es mit der Markierung ab Hellmonsödt aus - aber wahrscheinlich kennst du den "Oberbairinger Downhill" ja sowieso ...

Unten in St. Magdalena dann vor der Kreuzung noch der Speed-Test, wo du die "Max"-Anzeige deines Fahrradcomputers noch "ordentlich" setzen kannst ... und dann evtl. noch über den Donauradweg zum Hauptplatz rollen und dort auf einen Kaffee ins "Cafe Garda" (sic!) gehen - und man hat wirklich etwas getan.

P.S.: für mich war der Radtag damit noch nicht ganz beendet: ich habe mir einen Treffpunkt am Badesee Oedt (bei Traun) ausgemacht und bin dann (alles bei kräftigem Gegenwind wg. eines herannahenden Gewitters) gemeinsam mit Elke auch noch am Traunradweg nach Wels gefahren  - letztendlich etwa 120 km und 1900 Höhenmeter .... was soll ich sagen: die Spaghetti waren wunderbar und Richard Virenque (hat heute die 14. Etappe der Tour de France 2002 auf den Mont Ventoux  gewonnen) musste sich sicher noch mehr plagen - aber mir hat es trotzdem gereicht!

 

© Manfred Widmann

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